Bericht des Vorstandes über das Jahr 2018

Mitgliederversammlung am 29.4.2019

Tätigkeitsbericht des Vorstandes

Dieser Bericht umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018.

a) Mitgliederbewegung

Am 1. Januar 2018 hatten wir 466 Mitglieder, am Ende des Jahres waren es 467. Im Laufe des vergangenen Jahres haben sechs Mitglieder ihre Mitgliedschaft beendet. Sieben Mitglieder sind verstorben, und 14 Mitglieder konnten wir neu aufnehmen.

Verstorben sind im vergangenen Jahr:

Herr Herbert Knoll

Frau Irma Sandkühler

Herr Rudolf Alber

Frau Ruth Gätcke

Frau Elisabeth Hayunga

Herr Dr. Herbert Hölterhoff

Herr Prof. Dr. Heinrich Baarlink.

Über viele Jahre hinweg haben die Verstorbenen das ökumenische Anliegen der Stiftung Kloster Frenswegen unterstützt und gefördert, und zwar in überaus großzügiger Weise, sei es matieriell oder ideell. Dafür sind wir sehr dankbar.

Darf ich Sie bitten, sich zu einem stillen Gedenken von Ihren Plätzen zu erheben.

Nun kommen wir zu den allgemeinen Regularien.

b) Finanzen

Zunächst zur Finanzsituation:

Bestand am 1. 1. 2018: 30.719,12 €

Einnahmen im Jahre 2018: 54.469,18 €

Darin sind u. a. enthalten:

23.588,69 € Mitgliedsbeiträge

30.580,49 € Spenden für den Klosterbrief sowie weitere Spenden

allgemeiner Art bzw. aus privaten Anlässen und aus den

Einnahmen anlässlich der beiden Benefizessen

Ausgaben im Berichtszeitraum: 63.308,11 €

Darin sind u. a. enthalten:

4.375,99 € Kosten für den Klosterbrief

4.165,54 € Kosten für die Benefizabende

52.077,21 € Zuschüsse an die Stiftung, die sich vor allem verteilen

auf Zuschüsse für die Erstellung der neuen Parkplätze und

für die Generalüberholung des Aufzuges

Bestand am 31. 12. 2018: 21.880,19 €

Einnahmen und Ausgaben wurden von Herrn Goedereis und Herrn Johannink geprüft. Das Ergebnis der Prüfung wird Ihnen gleich Herr Johannink vortragen.

c) Aktivitäten im Jahre 2018:

1. Benefizessen:

Zwischen Himmel und Erde – Lieder und Geschichten“ – so lautete das Motto der beiden Benefizessen, die am 16. Und 18. Januar stattfanden, und zwar wieder nach dem Konzept, das sich aufs Neue sehr bewährt hat: Zwei Abende mit einer jeweils etwas kleineren Gästeschar in dem besonderen Ambiente der Aula – also nicht 150 Gäste an einem Abend im großen Speisesaal. Als Ehrengäste konnten wir diesmal Frau Jutta Behmenburg als Erzählerin, Frau Jessica Duhn als Sängerin und Herrn Friedrich Behmenburg als Musiker an der Gitarre begrüßen, denen es immer wieder aufs Beste gelang, die Gäste zwischen den Gängen des Menüs mit ihren Beiträgen auf überraschende Weise zu unterhalten und zu erfreuen.

2. Vortrag Bedford-Strohm

Dank der Kontakte des vorigen Vorsitzenden des Vorstandes der Stiftung Kloster Frenswegen, Herrn Heinz-Hermann Nordholt, gelang es den Freunden und Förderern, einen ganz besonderen Gast für einen Vortrag zu gewinnen: Am 27. Februar unterbrach der EKD-Ratsvorsitzende und Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm seine Dienstreise von Bayern nach Berlin mit einem Abstecher nach Nordhorn. Hier ließ er sich zunächst das Kloster Frenswegen zeigen, wo die Kapelle, der Kreuzgang, das Labyrinth und der Innenhof wie natürlich im intensiven Gespräch ganz besonders das ökumenische Anliegen der Stiftung seine besondere Aufmerksamkeit fanden. Wegen der zu erwartenden hohen Besucherzahl verlegten wir die Veranstaltung rechtzeitig in die Alte Kirche am Markt, wo viele Zuhörer den umworbenen Redner erwarteten. Das Thema seines Vortrags lautete: „Radikal lieben – Anstöße für die Zukunft einer mutigen Kirche“. Es wurde deutlich: Er will nicht, dass die Kirche sich anpasserisch den gesellschaftlichen Trends hingibt, sondern ein klares christliches Profil zeigt, dass sie biblisch begründete Identität mit Weltgewandtheit und gegebenfalls auch mal mit politischer Einmischung verbindet. Die Ökumene der Christen hält er für zwingend erforderlich.

Den ganzen Vortrag finden Sie im letzten Klosterbrief.

3. Mitgliederversammlung und Vortrag des Ehepaars Volker und Peggy Mihan

Die Mitgliederversammlung fand im vorigen Jahr am 25. April 2018 statt. Das Protokoll liegt vor.

Was heißt Mission? Ein Herrnhuter Versuch: Haltestelle Cottbus“ So lautete das Thema des mitreißenden Vortrags, den Peggy und Volker Mihan von der Herrnhuter Brüdergemeine im Anschluss an die Versammlung hielten und in dem sie über ihre Missionserfahrungen im brandenburgischen Cottbus berichteten. Sie hoben hervor, dass sich der Missionsbegriff im 20. Jahrhundert gewandelt habe und es statt der individuellen Bekehrung mehr um Dialog, Hilfe und bedarfsorientiertes Handeln gehe – ein Handeln, bei dem sich Nächstenliebe und Selbst-verwirklichung keineswegs ausschließen.

Auch diesen Vortrag finden Sie im letzten Klosterbrief.

4. Jubiläum „40 Jahre Freunde und Förderer der Stiftung Kloster Frenswegen“

Im Juni letzten Jahres konnten wir ein besonderes Jubiläum feiern: Der Verein „Freunde und Förderer der Stiftung Kloster Frenswegen“, am 31. Mai 1978 gegründet, feierte seinen 40. Geburtstag mit einer besonderen Wochenschlussandacht und einer anschließenden gemeinsamen Feier im Innenhof, zu der Sie alle eingeladen waren. Es war mir wichtig, in meinem Rückblick die besonderen Verdienste des langjährigen Vorsitzenden und heutigen Ehrenvorsitzenden Dr. Reinold Petermann hervorzuheben und auf die Intention des Gründungsmitglieds Prof. Dr. Burkard Sauermost einzugehen: die Arbeit der Ökumenischen Stiftung als ein Haus der Besinnung, Bildung und Begegnung durch einen Förderverein zu begleiten, mit Impulsen aus der Mitte der Grafschaft heraus stets mit Leben neu zu füllen und von Anfang an über die sonst übliche wirtschaftliche und finanzielle Förderung hinaus auch umfassend ideell zu unterstützen.

Wir freuen uns, dass es gelungen ist, rechtzeitig zu dem Jubiläum die Broschüre „Kloster Frenswegen erkunden“ herauszugeben: einen modernen und übersichtlichen Wegweiser durch das Haus und das Gelände, reich bebildert und mit einem informativen Überblick über die Geschichte.

5. Ausstellung der Skulpturen-Akademie

Am 26. Juni 2018 fand im südlichen Kreuzgang nach mehreren Jahren wieder die Eröffnung einer besonderen Skulpturenausstellung statt, die wir in Zusammenarbeit mit dem Künstlerehepaar Jutta und Jo Klose vorbereitet hatten. Seit vielen Jahren führen diese beiden Künstler auf der Wiese vor dem Heuerhaus zwei einwöchige Skulpturenakademien durch. Zahlreiche Kunstfreunde haben über diese Workshops beim intensiven und kreativen Bearbeiten von Bentheimer Sandstein, Speckstein und Marmor den Weg in die Bildhauerei und in eine schöpferische Freizeitgestaltung gefunden.

6. Dankkonzert (ISA)

Im September 2018 ging wieder die dreiwöchige Internationale Sommerakademie für Kammermusik in Niedersachsen über die Bühne – zum 42. Mal überhaupt und zum 28. Mal in Folge hier im Kloster Frenswegen. Hochbegabte Musikstudenten erarbeiteten mit renommierten Musikprofessoren eine Vielzahl verschiedener Werke. Als Dank für die Unterstützung der ökumenischen Arbeit der Stiftung durch die „Freunde und Förderer“ schenkte die Akademie uns wieder einen wunderschönen Konzertabend, zu dem wir Sie alle am 12. September 2018 einladen durften, um diesen Dank an Sie alle weiterzugeben. Die Kapelle war voll besetzt, und alle Besucher genossen überaus gekonnt vorgetragene Werke.

7. Leuchtender Advent

Wegen der kurzen Adventszeit fand der „Leuchtende Advent“ bereits am ersten Adventssonntag, also am 2. Dezember 2018 statt. Wie in den vergangenen Jahren begaben sich die Besucher nach der Andacht in der vollbesetzten Kapelle auf einen stimmungsvollen Weg durch das Kloster. Gern nutzten sie die Gelegenheit, fernab von allem Trubel, aller Hektik und Geschäftigkeit die Atmosphäre des von Kerzen erleuchteten Kreuzganges und die Krippenausstellung in aller Ruhe auf sich wirken zu lassen, sich bei Kaffee und Kuchen, Waffeln und Bratäpfeln zu stärken oder in den Gesang des Projektchors mit einzustimmen. Viel Freude hatten die Kinder beim Basteln, Sägen und Arbeiten mit Wachs. Am Kaminfeuer lauschten Große und Kleine den liebevoll ausgesuchten Geschichten.

8. Klosterbrief

Nach intensiver Vorarbeit des Redaktionsteams lag das Ergebnis, der 80-seitige Klosterbrief Nr. 56, rechtzeitig Anfang Dezember vor und konnte nach einer Kuvertierungsaktion, an der sich 15 Helferinnen und Helfer beteiligten, zusammen mit dem Programm für das 1. Halbjahr 2019 in 2000-facher Ausgabe versandt bzw. von Hand verteilt werden. Weitere 1000 Exemplare liegen im Hause aus, werden gern zur Hand genommen oder weitergereicht.

Es ist uns wichtig, durch den Klosterbrief einer breiten Öffentlichkeit die ökumenischen Leitgedanken zugänglich zu machen, die ökumenische Vielfalt in der Welt darzustellen, aber auch deutlich zu machen, wie sie sich hier vor Ort entfaltet. Er ist ein wichtiges Medium, die thematischen und auch die räumlichen Möglichkeiten des Hauses aufzuzeigen und Menschen hierher einzuladen. Auch diesmal überstiegen die Spenden für den Klosterbrief deutlich die Kosten für die Erstellung und den Versand, was zeigt, dass er als Informationsquelle eine hohe Akzeptanz erfährt.

9. Datenschutz-Grundverordnung

Den Versand des gerade erwähnten Klosterbriefes haben wir dazu genutzt, um im beigefügten Anschreiben über die Datenschutz-Grundverordnung zu informieren, mit der sich der Vorstand zuvor mehrfach intensiv beschäftigt hatte. Persönliche Daten der Mitglieder werden ausschließlich zum Zweck der Vereins- und Mitgliederverwaltung nach den gesetzlichen Vorgaben be- und verarbeitet.

d) Dank

Die oben genannten Veranstaltungen, Aktivitäten und Projekte in der beschriebenen Weise und Größe durchzuführen, ist nur möglich durch Ihre Mitgliedsbeiträge und Spenden sowie durch das enorme ehrenamtliche Engagement vieler, vieler Klosterfreunde, und für beides möchte ich ein ganz herzliches Dankeschön sagen – insbesondere dem Redaktionsteam „Klosterbrief“, den Kuvertierern und Postverteilern, dem Bibliotheks-Team, den Beetschwestern und –brüdern (sind für „Verstärkung ihres Teams dankbar“! – s. GN im März), den Klosterführern, denen, die immer wieder bereit sind, das ökumenische Morgengebet zu gestalten und musikalisch zu begleiten, den Webmasters, dem Fachmann für gute Tonqualität und vielen weiteren stillen Helfern.

Ausdrücklich danken möchte ich auch dem gesamten Klosterteam, dem Vorstand der Stiftung sowie der Studienleitung für die stete Gesprächsbereitschaft und die angenehme und zuverlässige Zusam-menarbeit.

Ich hoffe, dass ich niemanden vergessen habe – wenn doch, so bitte ich um Nachsicht, auch dafür, dass ich darauf verzichtet habe, einzelne Aktive namentlich hervorzuheben: Das würde eine sehr lange Liste ergeben; denn – Sie haben es gemerkt oder wussten es – es ist ein großer Kreis von Menschen, die sich ehrenamtlich im und am und für das Kloster Frenswegen und das ökumenische Anliegen einsetzen und seine Arbeit mit tragen. Darüber freuen wir uns als Förderverein und sind dafür sehr dankbar!

Mein ganz persönlicher Dank gilt allen Vorstandsmitgliedern für die ausgesprochen angenehme, vertrauensvolle und konstruktive Zusam-menarbeit!

Nach diesem Rückblick nun noch

e) einige Informationen und ein kurzer Ausblick auf das laufende Jahr:

1. Ein besonderes Ereignis in 2019, das der Förderverein initiiert hat, liegt bereits hinter uns, und zwar die beiden Benefizessen im Februar, an denen insgesamt fast 160 Personen teilgenommen haben

2. Zur Zeit befinden wir uns in der intensiven Vorbereitungsphase für den nächsten Klostermarkt, der am Samstag, 25. Mai 2019 von 9.00 bis 18.00 Uhr veranstaltet wird. Wer Lust hat, sich als Helfer einzubringen, ist herzlich willkommen und möge sich im Anschluss an diese Versammlung oder in den nächsten Tagen bei einem Mitglied des Vorstandes melden. Plakate und Flyer liegen am Eingang bereit – nehmen Sie gern welche mit und geben Sie sie weiter!

Das Datum für den nächsten Klostermarkt kann ich Ihnen schon nennen, zumal es hier einer besonders frühen und sorgfältigen Abstimmung des Termins mit der Belegung des Hauses und mit diversen Vereinen und Einrichtungen bedarf: Samstag, 12. Juni 2021.

3. In den Sommermonaten werden die Klosterführer wieder eine Reihe sog. „Sommer-Sonntagsführungen“ für die Öffentlichkeit anbieten, voraussichtlich um 15.00 Uhr. Die genauen Daten geben wir rechtzeitig in der Presse bekannt.

4. Auch die nächste Internationale Sommerakademie für Kammer-musik in Nds. wird wieder hier im Hause stattfinden: vom 1. bis zum 22. September. Ich bin zuversichtlich, dass wir Sie auch diesmal zu einem Dankkonzert einladen dürfen.

5. Auch der Termin für den nächsten Leuchtenden Advent steht bereits fest: am Nachmittag des 1. Adventssonntags, also am 1. Dezember 2019.

6. Gern möchte ich wieder auf die ökumenische Morgenandacht hinweisen, die an jedem ersten Montag im Monat um 9.00 Uhr hier in der Kapelle stattfindet – seit über 20 Jahren ein Herzensanliegen unseres Vorstandes. Sie wird häufig von engagierten Mitarbeitern, mitunter auch von Theologen vorbereitet und gestaltet. Gäste, denen die Besinnung auf das, was uns eint und die Überwindung dessen, was uns trennt, wichtig ist, sind herzlich dazu eingeladen. Kommen Sie gern, und bringen Sie Freunde und Bekannte mit.

7. Projekte im laufenden Jahr 2019

Wie Sie sehen, bemühen wir uns darum, uns sowohl gestaltend, bewahrend, begleitend, geistlich, schreibend, helfend in die Arbeit der Stiftung einzubringen, aber darüber hinaus natürlich auch finanziell. Und hier gibt es immer wieder neue Herausforderungen – kein Wunder bei einer Einrichtung, die seit über 40 Jahren betrieben wird. So haben wir die Finanzierung eines neuen Warmwasserbehälters zugesagt. Sie ist abgedeckt durch den Reinertrag der Benefizessen im Februar d. J. Nach wie vor beschäftigt uns das Thema „Parkplatz“. Ausgrabungen und Ausgleichszahlungen an die Naturschutzstiftung hatten höhere Kosten zur Folge – Mehrkosten, die zum Teil in das Jahr 2020 übertragen werden müssen, weil die Einnahmen nicht ausreichen. Da die Bushaltestelle von der Bundesstraße auf das Parkgelände des Klosters verlegt werden soll – Sie haben es vielleicht der Presse vor einigen Wochen entnommen – steht die Fertigstellung des vorderen Bereiches noch aus. (Hoffentlich keine „never ending story“; aber es zieht sich hin!)

8. Bitte um weitere finanzielle und ideelle Unterstützung unserer Arbeit

Somit bleibt mir zum Schluss meines Berichtes, Ihnen als Mitglieder des Vereins der „Freunde und Förderer der Stiftung Kloster Frenswegen“ für Ihre Bereitschaft zu danken, unsere Tätigkeit auf vielfältige Weise zu tragen. Ohne die Unterstützung durch Ihre Beiträge und Spenden wäre unsere Arbeit zum Wohle der Stiftung nicht möglich. Neben diesem finanziellen Engagement wollen wir dieses Haus aber auch ideell fördern und begleiten, und auch hier können Sie uns in vielfältiger Weise unterstützen, z. B. durch das Werben neuer Mitglieder, die Mitarbeit in der Gruppe der Beetschwestern und –brüder, die Mithilfe beim Leuchtenden Advent und beim Klostermarkt und, und, und…..

Wenn Sie Fragen dazu oder weitere Ideen haben, wenden Sie sich gern an ein Mitglied unseres Vorstandes.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Helmut Ruschulte, Vorsitzender